20 Jahre „Ö“ – Ein Haus der Begegnung für Jedermann

    Christel Lötters und Steffi Denter führen gemeinsam das „Ö“

    Die Ökumene in Hüls funktioniert gut und sie ist lebendig. Protestanten und Katholiken veranstalten nicht nur zusammen zahlreiche religiöse und gemeinnützige Veranstaltungen, sondern sie betreiben auch gemeinsam seit 20 Jahren die Ökumenische Begegnungsstätte im Nordwesten von Hüls. Ein Gebäude, welches offen für jede gemeinschaftsstiftende Veranstaltung und Organisation ist. Dabei wird das Haus in gemeinsamer Trägerschaft der beiden christlichen Glaubensrichtungen durch Steffi Denter von der katholischen und Christel Lötters von der evangelischen Kirche geleitet.

    Vom Sportverein bis zum Frühstückstisch für alleinstehende Senioren findet die komplette Spannbreite des gesellschaftlichen Lebens in Hüls Raum in der Ökumenischen Begegnungsstätte. Auch für Einzelveranstaltungen bieten die Gegebenheiten des kirchlichen Gebäudes ausreichenden Platz an. „Uns ist es wichtig, dass jeder einen Ort bekommt, den er für seine Projekte und Veranstaltungen benötigt. Dabei soll jedoch immer ein gemeinschaftsstiftender Grundgedanke der Veranstaltung beiwohnen. Unter anderem für Künstler, die nicht ausreichend bekannt sind oder keine eigene Lobby haben, soll die Möglichkeit geboten werden, hier ihre Kunstwerke ausstellen zu können“, sagt Steffi Denter.

    Die Pastoralreferentin leitet seit sieben Jahren das „Ö“ für die katholische Kirche. Ihre evangelische Amtskollegin ist mit der Leitung des Hauses bereits seit 18 Jahren mitverantwortlich.

    Neben dem Raum für Veranstaltungen bietet die Begegnungsstätte auch einen Ort der Zusammenkunft aller Konfessionen an. „Als mehrere Flüchtlinge in Hüls untergebracht waren, war es uns ein Anliegen, diese Menschen in unsere Gemeinschaft aufzunehmen. So haben wir zum Beispiel uns darum bemüht, dass syrische Mütter zusammen mit ihren Kleinkindern an dem Babytreff teilnehmen können, welcher in unserem Haus stattfindet. Außerdem fanden Sprachkurse und Gesprächsrunden für die syrischen Kriegsflüchtlinge unter unserem Dach statt“, erklärt Christel Lötters.

    Das weitreichende Veranstaltungsangebot wäre ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer durch die Jahre hindurch nicht möglich gewesen. Dabei sind einige der momentan etwa 20 Helfer schon seit der Gründungsphase des Kirchenbaus aktiv dabei. Auf die Frage, was sich die beiden Leiterinnen der Ökumenischen Begegnungsstätte für die Zukunft ihres Hauses wünschen, antwortet Christel Lötters: „Das uns die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, für deren Unterstützung wir sehr dankbar sind, uns noch die nächsten zwanzig Jahre und darüber hinaus erhalten bleiben.“ Ihre Kollegin von der katholischen Kirche ergänzt: „Und dass wir weiterhin so unkompliziert und schnell für jegliche Veranstaltung den benötigten Raum bereitstellen können.“ (JDD)