Alles Gute – Ehemaliger Hülser Rathauschef in den Ruhestand verabschiedet

    Von 2001 bis 2014 war Thomas Pluschkell Leiter des Hülser Rathauses. Rund 1.600 Ehepaare traute der Beamte während seiner zahlreichen Jahre im städtischen Dienst. Auch die fachmännische Betreuung und Unterstützung von mehreren Krefelder Bezirksvertretungen gehörten zu seinem vielschichtigen Aufgabenbereich. Nun ist auch seine Dienstzeit in Bockum beendet, wo er von 2014 bis 2019 das dortige Rathaus leitete. Seit Dezember 2019 ist der ehemalige Beamte in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.

    Sein beruflicher Werdegang fing eigentlich ganz anders an. Als Bundeswehrsoldat leistete Thomas Pluschkell 12 Jahre lang seinen Dienst. Er war Fernspäher und nach sieben Jahren wechselte er zum NATO-Hauptquartier in Belgien. Doch bei der Bundeswehr sollte es nicht bleiben. „Ich habe bei der Truppe die benötigten Qualifikationen nachgeholt, um eine Beamtenlaufbahn einzuschlagen. 1987 habe ich dann bei der Stadt Krefeld als Inspektionsanwärter angefangen“, erklärt der Mann mit dem Gardemaß von 2,03 Meter. Es folgten berufliche Stationen beim Ordnungs- und Sozialamt. Von 1998 bis 2001 stand der heute 63-Jährige im Dienst des damaligen Chefs am Von-der-Leyen-Platz, Oberbürgermeister a.D. Dieter Pützhofen. Neben administrativen Aufgaben war er auch für die Betreuung und Lösung von Bürgeranfragen zuständig. 2001 folgte dann der Wechsel nach Hüls.

    „Die Dienstzeit in Hüls war einfach zu 99 Prozent schön. Die Organisation von zahlreichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Kutschenkorso, dem Prinzenempfang im Rathaus und des Frühlingsfestes, haben mir schon besonders viel Freude bereitet. Ich habe während meiner gesamten Amtszeit immer versucht, für die Bürger ein kompetenter und lösungsorientierter Ansprechpartner zu sein, um jegliches Anliegen erfolgreich zu erfüllen.  Die weniger schönen Momente sind da deutlich in der Unterzahl“, sagt der pensionierte Beamte. Die Bilanz nach 32 Dienstjahren in der städtischen Verwaltung ist durchaus beachtlich. So traute Thomas Pluschkell über das gesamte Krefelder Stadtgebiet verteilt rund 1.600 Ehepaare. Auch die langjährige Betreuung zahlreicher Bezirksvertretungen weisen eine eindrucksvolle Gesamtheit auf. An etwa 100 Sitzungen der Krefelder Stadtteilpolitiker nahm der Verwaltungsbeamte teil.

    Seinen Ruhestand genießt der 63-Jährige in seiner Heimat Hüls: Doch wirklich ruhiger ist es für den ehemaligen Beamten seither noch nicht geworden. „Auch im Ruhestand habe ich immer was zu tun. Meine momentanen Vornamen lauten Komm-Mal und Kannst-Du-Mal. Langweilig wird mir so schnell nicht“, sagt Thomas Pluschkell. Als selbsterklärter „praktizierender Borkumer“ plant der pensionierte Beamte mit seiner Frau bereits den ein oder anderen Besuch der norddeutschen Insel. Er spielt unter Umständen auch mit dem Gedanken, anknüpfend an die sehr guten Erfahrungen der vorgenommenen Eheschließungen, zukünftig als Redner bei „freien Trauungen“ tätig zu werden.

    Auch seiner Leidenschaft für das Rennradfahren will der Sportbegeisterte wieder mehr Zeit widmen: Zahlreiche Kilometer in den französischen Bergen und in der niederrheinischen Flachebene sind bereits fest geplant. Als waschechter, rheinischer Karnevalist und Doctor humoris causa wird er vielleicht in baldiger Zukunft wieder bei der Verleihung des Dr. Humoris Causa-Titels in die Bütt gehen. (JDD)