Ehrenamt: Für Rosemarie Sattler ist das Demenzcafé eine Herzensangelegenheit

    „Vergesst mir nicht das Lachen!“ – Mit diesen Worten beschließt Rosemarie Sattler (70) stets die Zusammenkünfte im Demenzcafé der Evangelischen Kirche, die einmal in der Woche – donnerstags von 9.30 bis 12.30 Uhr – stattfinden. Dann kommen etwa 15 Gäste, betreut von elf ehrenamtlichen Betreuerinnen, zu einem Frühstück zusammen, an das sich ein Gebet, Spiele, gemeinsames Singen, ein Stuhlkreis mit Sitzsport, Basteln und Gedächtnistraining anschließen. Rosemarie Sattler steht hier stellvertretend für die große Zahl von ehrenamtlich tätigen Gemeindemitgliedern. Insgesamt sind es 175 Frauen und 90 Männer, die sich völlig unentgeltlich in den Dienst einer guten Sache bei der Kirche stellen.

    Und zu tun gibt es genug. Die frühere Sachbearbeiterin bei der Telekom in Krefeld, Rosemarie Sattler, war bis zu diesem Jahr auch dreieinhalb Jahre lang Mitglied des Presbyteriums, zog sich daraus aber zurück. Ihr ist das Demenzcafé eine Herzensangelegenheit. Dienst am Menschen und für Menschen ist ihr besonders wichtig. Acht bis zehn Stunden pro Woche, so schätzt sie, ist sie auf verschiedensten Gebieten für das Ehrenamt tätig. Sie tut das seit 2007, also bereits zwölf Jahre lang. Als Ehrenamtlerinnen für das neu aufzubauende Demenzcafé gesucht wurden, meldete sie sich seinerzeit spontan. Sie hat ein gutes Team um sich herum, das alle zwei Monate zu einer Teambesprechung zusammen kommt, um die jahreszeitlich passenden Themen für die nächsten Veranstaltungen vorzubereiten.

    Einmal im Jahr unternehmen die Gäste des Demenzcafés mit den Betreuerinnen einen Ausflug. Das ging mal in den Krefelder Zoo, mal in die Dorenburg in Grefrath oder das Lehmbruck-Museum in Duisburg. Zuletzt gab es auch ein Weinfest, gemeinsam mit den Angehörigen. Das Demenzcafé wird auch zum Tanzcafé, dann bleiben die Rollatoren in der Ecke und es wird geschwoft. Immer wieder denkt sich das Ehrenamtler-Team auch Veranstaltungen aus. In Kooperation mit Kindergärten, der Gemeinschaftsgrundschule Hülser Straße oder auch mit Aktiven wie dem bestens bekannten „Trecker-Harry“ oder der Puppenspielbühne Kasper Zipfelmütze wird ein Programm für die Gäste vorbereitet, das viel Arbeit macht, den alten Menschen aber auch viel Freude bringt. (jk-)