Ehrenamt: Seit neun Jahren werden Weihnachtspäckchen gepackt

    Vor neun Jahren fing alles an. Damals fasste Birgit Peter den Entschluss, nicht nur fleißig für die „Weihnachten im Schuhkarton-Aktion“ zu spenden, sondern selbst ein derartiges Netzwerk in Hüls und näherer Umgebung aufzubauen. Seither konnten durch das wohltätige Engagement der Hülserin und der zahlreichen Spender schon so manche Kinderaugen zum strahlen gebracht werden. In Spitzenjahren kamen bis zu über 1.000 Pakete zusammen.

    Auch in diesem Jahr werden sich wieder zahlreiche, vollgeladene LKWs von Berlin aus in Richtung Osteuropa aufmachen. Ihre Fracht, bestehend aus vielen Schuhkartons, die mit Geschenken gefühlt sind, werden so manches Kinderlächeln herbeizaubern. Ermöglicht werden die alljährlich stattfindenden Fahrten von den deutschlandweit verteilten Sammelstellen der „Weihnachten im Schuhkarton-Aktion“. Auch zahlreiche Krefelder Privatpersonen, Unternehmen sowie Schulen und Kindergärten beteiligen sich fleißig an der Spendensammlung. Zentraler Knoten- und Organisationspunkt der Hülser Zweigstelle ist das Heim von Birgit Peter. Die 58-Jährige organisiert bereits seit neun Jahren die Weihnachtspäckchenaktion in Hüls und näherer Umgebung.

    „Ich habe Jahre lang meine gespendeten Weihnachtspäckchen nach Kempen gebracht. Dann kam ich zum Entschluss: Ein solches Projekt müssen wir auch in Hüls realisieren“, sagt Birgit Peter. Seither sind viele Jahre vergangen und zahlreiche Geschenkboxen zusammengekommen. Im vergangenen Jahr konnte die engagierte Hülserin 555 Schuhkartons sammeln. In einem Jahr erreichte sie sogar mit ihrer Aktion eine Packet-Anzahl von über 1.000 Stück. „Ohne die hohe Spendenbereitschaft der Bürgerschaft wäre eine so hohe Stückzahl jedes Jahr nicht möglich“, sagt die 58-Jährige. Dabei erhält sie jede Weihnachtszeit von anderen Schulen, Kindergärten und Privatfirmen Unterstützung. Auch die Spendenbereitschaft schwangt von Weihnachtszeit zu Weihnachtszeit. Dies hängt vor allem damit zusammen, wie viele andere Aktionen um Spenden bitten. Seit nunmehr sieben Jahren erhält Birgit Peter Unterstützung von der Nachbarschaftsgruppe um Elisabeth Sand. Die Nachbarn der Krüserstraße sammeln jedes Jahr in ihrer näheren Umgebung und machen dabei fleißig Werbung für den wohltätigen Zweck.

    „Mir ist es vor allem wichtig, dass bei der Weihnachtspäckchenaktion vor allem die Kinder im Fokus stehen. Ohne die zahlreichen Spenden würden viele der osteuropäischen Kinder gar kein Geschenk zu Weihnachten bekommen, da schlichtweg das Geld dafür nicht da ist. Für einige von ihnen ist es sogar das erste Geschenk überhaupt in ihrem Leben. Daher zählt jeder Schuhkarton, weil jeder von ihnen ein Kind glücklich machen kann“, erklärt die engagierte Hülserin. Die Schuhkartons werden von den Spendern selbstständig befüllt. Dennoch wird bei der Aktion darauf geachtet, dass alle Geschenkboxen in etwa denselben Inhalt haben. Zur Orientierung ist an den Abgabestellen eine Auflistung von Geschenkmöglichkeiten ausgeschildert. Zusätzlich werden die Schuhkartons je nach Befüllung auf die Altersgruppen von 2 bis 4, 5 bis 9 und von 10 bis 14 Jahre verteilt.

    Wegen der benötigten organisatorischen Zeit kann lediglich bis zum 15. November jedes Jahres gespendet werden. Das osteuropäische Zielland für die Geschenke variiert je nach Weihnachtszeit. Alljährlich engagieren sich zwei Apotheken in Hüls als Annahmestelle für die wohltätige Aktion. (JDD)