Marcus Miertz: Alter und neuer Vorsitzender des Unternehmerverbandes

    Marcus Miertz, Geschäftsführer der Pfeiffer Chemie-Armaturenbau GmbH in Kempen, wurde als Vorsitzender der Unternehmerschaft Metall- und Elektroindustrie Niederrhein wiedergewählt. Er geht im fünften Jahr, in dem er das Ehrenamt bekleidet, in seine dritte Amtszeit.

    Das Ehrenamt, wie andere Engagements auch, bekleidet er ausgesprochen gerne, getreu seinem ganz persönlichen Wahlspruch: “ Wer nicht gestaltet, wird gestaltet!“ Der in Straelen geborene und mit seiner Familie – Frau und zwei Kinder – in Wachtendonk lebende Manager führt in Kempen ein sehr erfolgreiches Unternehmen. Das blieb selbst in diesen schwierigen Corona-Zeiten gut im Geschäft,  konnte auf Kurzarbeit für die aktuell 220 Mitarbeiter völlig verzichten und kam in der letzten Zeit sogar mit vielen, auch großen Aufträgen mehr als gut über die Runden. Das Unternehmen sei in seiner Produktpalette breit aufgestellt und liefere eine hervorragende Qualität. Darauf führt Marcus Miertz den Erfolg zurück. Zuletzt gab es beispielsweise einen Riesenauftrag aus Russland. Seit Horst Pfeiffer im Jahre 1974 die Firma gründete und als Ein-Mann-Betrieb startete, vertreibt das Kempener Unternehmen weltweit ausschließlich in Deutschland konstruierte und gebaute Armaturen und außerdem Klappen, Absperrventile und Kugelhähne „für alles, was durch Rohre gepumpt wird“, sowohl für die chemische wie für die pharmazeutische Industrie, für Öl und Gas. Alle am Markt so erfolgreichen Produkte werden selbst entwickelt, eine eigene größere Entwicklungsabteilung dafür besitzt das Unternehmen am Hooghe Weg. Die Kernidee des damaligen Gründers, und darauf ist der jetzige Geschäftsführer besonders stolz, trägt bis heute immer noch.

    Marcus Miertz ist gelernter Chemikant, machte seine Ausbildung bei Bayer in Krefeld, holte das Abitur nach und studierte anschließend Chemie-Ingenieurwesen im Bereich Chemie-Verfahrenstechnik an der FH Aachen. Später ging er zu Henkel nach Düsseldorf und machte seine Diplomarbeit über Waschmittel-Tabs, die damals noch in den Anfängen steckten. Dann bewarb er sich bei Pfeiffer in Kempen und startete ab dem Jahre 1998 als Assistent des Geschäftsführers. Ab 2012 war er mit Stabsaufgaben im Unternehmen betraut, ehe er der dritte Geschäftsführer in der langen Geschichte der Firma wurde.

    Er bezeichnet sich selbst als Familienmensch, engagiert sich stark seit drei Jahrzehnten in der Freiwilligen Feuerwehr in Wachtendonk, war dort Kreisausbilder und ist inzwischen Hauptbrandmeister. Bis heute legt er noch selbst tatkräftig bei vielen Einsätzen Hand an. Er ist auch ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht. Ansonsten spielt der Vielbeschäftigte in seiner freien Zeit gerne Doppelkopf mit Freunden und ist begeisterter Camper, der mit seiner Familie zum Beispiel gerne an den Ossiacher See in Österreich fährt. Sportlich ist der drahtige Mann auch: Er fährt gerne mit dem Fahrrad nach Kempen zur Arbeit und hält sich so fit. Als Sponsor und begeisterter Borussen-Fan besucht er auch gerne die Heimspiele von Borussia Mönchengladbach. Die gesamte Familie hat eine Jahreskarte (jk-).

    INFO

    Vor über 50 Jahren schlossen sich Unternehmer aus 14 Branchen der Metall- und Elektroindustrie am linken Niederrhein zur Unternehmerschaft Metall- und Elektroindustrie Niederrhein e.V. zusammen. 1995 fusionierte man mit der entsprechenden Neusser Unternehmerschaft, womit man zum Sprachrohr dieses Industriezweigs am gesamten Niederrhein wurde. Dem Unternehmerverband gehören neben weltweit tätigen Großunternehmen und Konzernen auch kleinere Unternehmen mit unter 50 Beschäftigten an. Die Unternehmerschaft übernimmt unter anderem die Firmenberatung und die Vertretung in Rechtstreitigkeiten vor Arbeits- und Sozialgerichten. (jk-)

    Foto: jk-