//Menschen aus St. Tönis: Angelika Feller plante ein Backstudio zur Rettungswache um

    Angelika Feller vor der neuen Rettungswache in St. Tönis

    Es ist einmalig im Lande, dass aus einem ehemaligen Schauraum und Backstudio eine Rettungswache wird. Genau das ist in St. Tönis passiert, und die Pläne dafür besorgte in erstaunlich kurzer Zeit die St. Töniser Architektin Angelika Feller. Einige der nun in St. Tönis leer liegenden Gebäude, von Hefe van Haag wurden jetzt an den Kreis Viersen vermietet, der darin seine Interims-Rettungswache unterbrachte, in dem er das Gebäude vorerst für fünf Jahre anmietete. Dort wo früher neben dem Ausstellungsraum für Eismaschinen und weiteres Gerät für Bäckereien und Konditoreien untergebracht waren, musste aber erst einmal umgebaut werden, um den Zwecken einer Rettungswache genügen zu können.

    Wir sprachen über die Herausforderung dieses einmaligen Unternehmens mit Angelika Feller vor Ort. Ende letzten Jahres, erzählt sie, wurden erste Pläne zu den Umbauten angedacht, ein entsprechender Bauantrag wurde Ende März gestellt. Am 24. April begann der eigentliche Umbau. Dann aber ging es flott: Am 1. Juli konnte die Rettungswache bereits ihren Betrieb offiziell aufnehmen. Die erfahrene Architektin hatte in enger Kooperation mit dem Amt für Bevölkerungsschutz beim Kreis Gas gegeben und die Blitzaufgabe zur vollen Zufriedenheit des Auftraggebers erfüllt.

    Bis dahin waren auf den rund 900 qm Fläche einige Umbauten vorgenommen werden: In der großen leeren Halle waren Zwischenwände und Decken einzuziehen, Schulungsräume mussten eingebaut werden und Duschen sowie eine Desinfektion geschaffen werden. Es waren dabei eine Reihe besonderer Auflagen zu erfüllen, die für den Betrieb einer Rettungswache behördlich vorgeschrieben sind: So waren alle Plastikgriffe durch Metallgriffe zu ersetzen und vieles mehr. Ruheräume wurden auch geschaffen, denn das Personal arbeitet im 24-Stunden-Rhythmus.

    Die Neuorganisation des Rettungswesens, an der der Kreis noch weiter arbeitet, war unter anderem nötig geworden, weil es nicht immer möglich war, die gesetzlich vorgeschriebene Zeit, in der der Rettungswagen hätte vor Ort sein müssen, von Kempen aus für Tönisvorst immer einzuhalten.

    Insgesamt arbeiten jetzt zehn Mitarbeiter – acht Männer und zwei Frauen – rund um die Uhr für den Rettungsdienst in der Apfelstadt. Bisher hatte die Stadt Kempen mit ihrer Rettungswache diese Aufgabe mit übernommen. (jk-)